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Vernichtungskrieg

 

Stichwort: Weserübung

Unternehmen Weserübung war der Deckname für die Besetzung Dänemarks und Norwegens durch deutsche Truppen am 9. April 1940. Mit diesem Unternehmen wollte die deutsche Führung der geplanten Besetzung Nordskandinaviens durch britische und französische Truppen zuvorkommen. Die Vorbereitungen der alliierten Landung liefen bereits seit Herbst 1939. Sie sollte ursprünglich während des finnisch-sowjetischen Winterkriegs stattfinden, wurde aber verschoben. Ziel der Alliierten war es, den Krieg nach Skandinavien zu tragen und die deutschen Eisenerzimporte von dort zu unterbrechen.

Schließlich kamen die deutschen Truppen den Alliierten nur Stunden zuvor, nachdem Winston Churchill seinen Neffen zur Berichterstattung nach Norwegen geschickt hatte und damit den alliierten Landungstermin indirekt verriet. Trotz dieses überraschenden Vorsprungs kam es zu Kämpfen in Norwegen, bei denen ein bedeutender Teil der deutschen Flotte versenkt wurde.

Die Bilanz des Unternehmens viel für beide Seiten zwiespältig aus. Die englische Landung scheiterte schließlich und die skandinavischen Erzimporte nach Deutschland waren weiterhin möglich. Wegen dieser Niederlage musste Premier Neville Chamberlain zurücktreten, der kurioserweise vom Hauptverantwortlichen für die Niederlage, Winston Churchill ersetzt wurde. Trotz des militärischen Erfolgs bedeuteten andererseits die großen Verluste an Schiffen und der dauernde Besatzungsaufwand für Deutschland eine Schwächung. Da es den Alliierten während es Krieges und in der Nachkriegszeit gelang, die deutsche Landung als unprovozierte Aggression hinzustellen, kam eine politische Niederlage hinzu.

Literatur:

Auswärtiges Amt: Dokumente zur englisch-französischen Politik der Kriegsausweitung, Berlin 1940

Auswärtiges: De Geheimakten des französischen Generalstabs, Berlin 1941

Weisung zum Fall Weserübung:

http://www.ns-archiv.de/krieg/1940/weseruebung.php

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellungskatalog)